Schritt-für-Schritt-Anleitung: WordPress Backup erstellen und wiederherstellen

Bevor wir in die Anleitung einsteigen, ist es wichtig zu verstehen, warum regelmäßige Backups so wichtig sind:

  • Schutz vor Datenverlust:
    Unvorhergesehene Ereignisse wie Serverabstürze oder Hackerangriffe können zu einem vollständigen Datenverlust führen.
  • Einfaches Wiederherstellen:
    Mit einem aktuellen Backup kannst du deine Website schnell wiederherstellen, ohne Daten oder Inhalte zu verlieren.
  • Sicherheit:
    Backups bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene und stellen sicher, dass du immer eine funktionierende Version deiner Website hast.

Wenn du deine WordPress Seite sichern willst, hilft dir ein fester Plan mehr als ein Backup, das du ab und zu machst.

So gehst du vor

  1. Entscheide, wie oft sich deine Inhalte ändern
  2. Trenne Dateien und Datenbank
  3. Speichere Backups nicht nur beim Hoster
  4. Teste die Wiederherstellung in Ruhe, bevor es brennt

Konkrete Empfehlung, die für viele Seiten passt

  • Datenbank täglich sichern
  • Dateien wöchentlich sichern
  • 7 bis 14 Versionen aufbewahren
  • Vor jedem Update ein Extra Backup machen

Mach ein Backup immer dann

  • vor WordPress Core Updates
  • vor Plugin Updates
  • vor Theme Wechsel
  • bevor du am Shop, Checkout, Zahlungsarten oder Formularen arbeitest
  • bevor du Inhalte in großer Menge importierst oder löschst

Eine WordPress Sicherung ist nur dann brauchbar, wenn sie alles enthält, was du später brauchst.

Das gehört rein

  • Datenbank. Inhalte, Seiten, Beiträge, Einstellungen, Nutzer, Bestellungen
  • wp-content. Themes, Plugins, Uploads, Cache Ordner je nach Setup
  • wichtige Konfig. wp-config.php, .htaccess falls vorhanden
  • Sonderfälle. mu-plugins, custom code, zusätzliche Ordner außerhalb von WordPress

Wenn du WooCommerce nutzt, ist die Datenbank der kritische Teil. Produkte, Bestellungen, Kundenkonten und Einstellungen hängen daran.

Du hast drei typische Wege, um ein WordPress Website Backup zu machen. Jeder Weg hat Vor und Nachteile.

  1. Plugin Backup
    Gut, wenn du es im Backend steuern willst, mit Zeitplan und Restore Klick.
  2. Manuell sichern
    Gut, wenn du volle Kontrolle willst oder kein Plugin laufen soll. Du brauchst FTP und Datenbank Export.
  3. Hosting Panel Backup
    Gut als Zusatz, nicht als einzige Lösung. Du bist vom Hoster und seiner Aufbewahrung abhängig.

Meine Empfehlung
Nimm Plugin oder manuell als Hauptbackup und Hosting Backups nur als Extra.

Viele Hoster machen Backups. Das ist gut. Es ersetzt aber nicht dein eigenes Backup.

Typische Probleme

  • kurze Aufbewahrung. Oft nur wenige Tage
  • Backup liegt am gleichen Ort wie deine Seite
  • Restore ist nicht immer sofort verfügbar oder nur per Support
  • du weißt nicht, ob das Backup vollständig ist, bis du es brauchst

Wenn du deine WordPress Website sichern willst, speichere mindestens eine Kopie extern. Zum Beispiel in Cloud Storage oder auf einem separaten Server.

Ziel ist, dass du dein Backup auch dann noch hast, wenn dein Hosting Probleme macht.

So machst du es richtig

  • Speichere mindestens eine Kopie extern
  • Nutze einen eigenen Zugang nur fürs Backup
  • Verschlüssele, wenn du Kundendaten oder Shop Daten sicherst
  • Halte Backups getrennt von deiner normalen Team Struktur
  • Lösche alte Versionen automatisch, damit der Speicher nicht vollläuft

Praktischer Check
Du solltest ein Backup finden, herunterladen und zurückspielen können, ohne jemanden zu fragen.

Wenn du UpdraftPlus nutzt, stell es so ein, dass du ein WordPress komplett Backup bekommst, nicht nur eine halbe Lösung.

Einstellungen, die ich setze

  • Dateien und Datenbank getrennt planen
  • Externer Speicher. Google Drive, Dropbox oder S3
  • Aufbewahrung. 7 bis 14 Versionen
  • Benachrichtigung per Mail bei Fehlern
  • Vor Updates ein manuelles Backup starten

Wenn deine Seite groß ist

  • Uploads und andere große Ordner getrennt sichern
  • Maximalgröße pro Backup Teil reduzieren, falls es abbricht
  • Backup Zeit auf Zeiten mit wenig Traffic legen

Du brauchst zwei klare Abläufe. Einmal wenn du noch ins Backend kommst. Einmal wenn nichts mehr geht.

Szenario 1. Backend erreichbar

  1. UpdraftPlus öffnen
  2. Restore starten
  3. Nur die Teile wählen, die nötig sind. Datenbank, Plugins, Themes, Uploads
  4. Nach dem Restore testen. Startseite, Kontaktformular, Login, Checkout falls Shop

Szenario 2. Backend nicht erreichbar

  1. Dateien per FTP hochladen. Entweder kompletter Restore oder mindestens wp-content und die Kern Dateien
  2. Datenbank importieren
  3. wp-config.php prüfen. Datenbank Zugang, Prefix, Domain falls nötig
  4. Permalinks speichern, Cache leeren
  5. Tests wie oben

Wichtig
Nach einem Restore können Änderungen zwischen Backup Zeitpunkt und jetzt fehlen. Das ist normal. Darum ist der Rhythmus wichtig.

Backup bricht ab

  • Ursache: Timeout, zu wenig PHP Memory, große Uploads
  • Lösung: Backup Teile kleiner machen, Speicher erhöhen, Backup nachts laufen lassen

Datenbank ist zu groß

  • Ursache: viele Revisionen, Logs, Transients
  • Lösung: Datenbank bereinigen, Logs begrenzen, Revisionen reduzieren

Externer Speicher verbindet nicht

  • Ursache: falsche API Rechte, abgelaufene Tokens
  • Lösung: Verbindung neu autorisieren, neues App Passwort, Rechte prüfen

Restore läuft durch, Seite ist trotzdem kaputt
• Ursache: Cache, gemischte Daten, andere Domain
• Lösung: Cache leeren, Permalinks speichern, Domain Einträge in der DB prüfen

Wenn du eine andere Lösung brauchst, nutze ein Plugin, das zu deinem Ziel passt.

Gute Kriterien für deine Wahl

  • Klick Restore
  • externe Speicherung
  • klare Logs bei Fehlern
  • Updates werden aktiv gepflegt
  • Support, wenn du es im Notfall brauchst

Optionen, die oft genutzt werden

  • Duplicator. Gut für Migration und Klonen
  • BackWPup. Gut für geplante Jobs und Speicherziele
  • Jetpack Backup. Gut, wenn du ohnehin Jetpack nutzt
  • WPvivid. Gut für Staging und Migration
  • BlogVault. Gut für Managed Backups, kostet meist monatlich

Wenn du auf WordPress.com bist oder Jetpack Backup nutzt, läuft die Sicherung anders als bei einer selbst gehosteten Seite.

Das ist für dich wichtig

  • Du kannst zu einem Zeitpunkt zurückspringen
  • Du kannst oft einzelne Teile wiederherstellen, je nach Plan
  • Du solltest trotzdem wissen, welche Inhalte zwischen zwei Zeitpunkten verloren gehen können

Wenn du unsicher bist, ob du WordPress.com oder self hosted nutzt prüfe, ob du ein klassisches Hosting Panel hast und ob du FTP Zugang bekommst. Das ist bei self hosted normal.

Bevor du mit dem Backup beginnst, stelle sicher, dass du Zugriff auf das WordPress-Dashboard und die Hosting-Kontodaten hast. Es ist auch hilfreich, ein FTP-Programm wie FileZilla zu installieren, falls Sie manuell auf Ihre Website-Dateien zugreifen müssen.

Es gibt mehrere Methoden, um ein Backup Ihrer WordPress-Website zu erstellen. Wir werden die beiden gängigsten Methoden behandeln:

  1. Backup-Plugins
  2. Manuelles Backup über FTP und phpMyAdmin

Methode 1: Backup mit einem Plugin

Es gibt viele WordPress-Plugins, die Ihnen das Erstellen von Backups erleichtern. Eines der beliebtesten Plugins ist UpdraftPlus. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Nutzung von UpdraftPlus:

1. Plugin installieren und aktivieren

  • Gehe ins WordPress-Dashboard zu Plugins > Installieren.
  • Suche nach UpdraftPlus.
  • Klicke auf Installieren und dann auf Aktivieren.

2. Backup-Einstellungen konfigurieren

  • Gehe zu Einstellungen, UpdraftPlus Backups.
  • Klicke auf Einstellungen.
  • Wähle aus, wie oft du Backups erstellen möchtest, zum Beispiel täglich oder wöchentlich.
  • Wähle, wo du die Backups speichern möchtest, zum Beispiel Google Drive, Dropbox oder einen anderen Speicherort.

3. Backup erstellen

  • Klicke auf Jetzt sichern.
  • Wähle aus, ob du die Datenbank, die Dateien oder beides sichern möchtest.
  • Klicke auf Jetzt sichern, um das Backup zu starten.

Methode 2: Manuelles Backup

Ein manuelles Backup besteht aus zwei Schritten: dem Sichern der Website-Dateien und dem Exportieren der Datenbank.

1. Website-Dateien sichern

  • Verbinde dich mit deinem Server über FTP, zum Beispiel mit FileZilla.
  • Lade den gesamten WordPress-Ordner auf deinen lokalen Computer herunter. Dazu gehören alle Dateien und Ordner, insbesondere der Ordner wp-content.

2. Datenbank exportieren

  • Melde dich bei phpMyAdmin an.
  • Wähle die WordPress-Datenbank aus.
  • Klicke auf Exportieren.
  • Wähle die Schnell-Export-Methode und das Format SQL.
  • Klicke auf OK, um die Datenbank als SQL-Datei herunterzuladen.

Wiederherstellung mit UpdraftPlus

  1. Gehe zu Einstellungen, UpdraftPlus Backups.
  2. Klicke auf Vorhandene Backups.
  3. Wähle das Backup aus, das du wiederherstellen möchtest.
  4. Klicke auf Wiederherstellen und folge den Anweisungen.

Manuelle Wiederherstellung

1. Dateien wiederherstellen

  • Verbinde dich über FTP mit deinem Server.
  • Lösche die beschädigten WordPress-Dateien oder benenne den Ordner um.
  • Lade die gesicherten WordPress-Dateien von deinem lokalen Computer auf den Server hoch.

Datenbank wiederherstellen

  • Melde dich bei phpMyAdmin an.
  • Wähle die WordPress-Datenbank aus.
  • Klicke auf Importieren.
  • Wähle die gesicherte SQL-Datei aus und klicke auf OK, um die Datenbank wiederherzustellen.

Regelmäßige Backups sind ein Muss, um deine WordPress-Website zu schützen. Egal, ob du ein Plugin wie UpdraftPlus verwendest oder ein manuelles Backup erstellst, ein aktuelles Backup kann dir im Notfall viel Zeit und Stress sparen.

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